Tinnitus und Depressionen

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In diesem Artikel möchten ich näher auf das Thema Tinnitus und Depressionen eingehen.

Ich selbst war jahrelang von starkem Rauschen im Ohr betroffen, nachdem ich 2016 an Morbus Meniere erkrankte. Zusätzlich zu den Ohrgeräuschen musste ich lernen, mit den plötzlich anfallenden Drehschwindelanfällen umzugehen.

Meine Symptome hielten mich davon ab, die Dinge zu tun, die mich mein Leben lang glücklich machten. Durch den starken Tinnitus konnte ich mich nur schwer auf meine Arbeit konzentrieren, die mir zu dieser Zeit extrem viel bedeutete.

Hinzu kamen die vielen Enttäuschungen durch gescheiterte Tinnitus-Therapien. Ich konnte den Gedanken nicht akzeptieren, nie wieder in meinem Leben Ruhe genießen zu können.

Mit der Zeit entwickelte sich die Tinnitus-Heilung zu meiner größten Lebensaufgabe. Ich versuchte wirklich alles, um das Ohrenpfeifen loszuwerden. Dieser innere Widerstand gegenüber meinem Tinnitus erschöpfte mich so dermaßen, dass ich morgens nicht einmal mehr vernünftig aus dem Bett kam. Ich fühlte mich wie ausgebrannt und war dauerhaft niedergeschlagen.

Ich gab meinen Ohrgeräuschen die Schuld für all meine Probleme. Heute weiß ich, dass ich damals in einer Depression gefangen war, die der Tinnitus in mir auslöste.

Im Laufe der Zeit konnte ich mich aus dieser Tinnitus-Depression befreien. Ich gab meinen negativen Gefühlen den Raum, den sie brauchten, um sich zu entfalten. Ich nahm mir täglich Zeit und richtete meinen Fokus bewusst nach innen. Ich fing an, meine negativen Gefühle bewusst und aufrichtig zu fühlen. Gleichzeitig hörte ich damit auf, mich gegen meine Ohrgeräusche zu wehren.

Bewusste Annahme der negativen Gefühle, die der Tinnitus in dir auslöst, ist der erste Schritt zur Tinnitus-Heilung. Wir können Dinge, die uns belasten, erst dann loslassen, wenn wir sie bewusst und mit offenem Herzen angenommen haben.

Tinnitus kann zu Depressionen führen und diese negativen Gefühle können den Tinnitus intensivieren. Negative Gefühle bedeuten Stress. Denn jedes negative Gefühl besteht aus einem „Stresshormon-Cocktail“. Und Stresshormone sorgen dafür, dass sich dein Ohrenpfeifen intensiviert. Auf den Zusammenhang von Stress und Tinnitus gehe ich in einem gesonderten Artikel ein, falls du dich zu diesem Thema genauer informieren möchtest.

Zum Artikel -> Der Zusammenhang von Tinnitus und Stress

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Wer schreibt hier?

Hallo, ich heiße Andreas und habe diese Website ins Leben gerufen. Nachdem ich 2016 an Morbus Meniere erkrankte, litt ich an plötzlich anfallenden Drehschwindelattacken und starken Ohrgeräuschen.

Nach unzähligen gescheiterten Therapien machte ich mich selbst auf die Suche nach Lösungen und habe Wege gefunden, die mir halfen, meinen Tinnitus zu heilen.

Heute begleite ich Menschen 1:1 auf ihrem Weg zu mehr Ruhe im Ohr. Meine Erfahrungen teile ich auf diesem Blog. Ich freue mich, dich auf deinem Weg zur Stille begleiten zu dürfen.

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